Uelzener Kuhlau-Edition Band 25

Syrinx Nr. 149 / Trio Brillant D-Dur op. 51 Nr. 1 (bis)
(2 Flöten / Klavier)

Syrinx Nr. 149

Friedrich Kuhlau

Trio Brillant D-Dur op. 51 Nr. 1 (bis)

für zwei Flöten und Klavier

2 Flöten / Klavier

33.– €

E-Mail an Syrinx-Verlag

Vorwort

Das Trio brillant für zwei Flöten und Klavier op. 51/1 (bis)* stellt eine sorgsame Umgestaltung des Kuhlau’schen Quintetts op. 51/1 dar, welches in der Besetzung für Flöte, Violine, zwei Bratschen und Violoncello – gemeinsam mit den Quintetten op. 51/2 und 3 – im Jahre 1823 bei Nikolaus Simrock in Bonn / Köln erschienen ist.

Schon früh kam es zu Bearbeitungen dieser drei Quintette, die in ihrer Besetzung mit zwei Bratschen an die späten Streichquintette Mozarts denken lassen. So legte der zehn Jahre jüngere Kuhlau-Schüler und -Freund Anton Keyper (†1861) bereits im Jahre 1828 sowohl eine Fassung für Flöte und Klavier als auch eine Fassung für Klavier zu vier Händen vor, von denen die Nr. 1 bei Lose in Kopenhagen, die Nummern 2 und 3 ebenfalls bei Simrock gedruckt wurden. Später erschien im Pariser Verlag Richault eine Version für zwei Flöten.

Da davon auszugehen ist, dass Bearbeitungen – seien sie nun mehr oder weniger gelungen – auf jeweils eine besondere Qualität und/oder eine besondere Beliebtheit eines Originalwerks schließen lassen, so muss auch hier von einem herausragenden Wert der Vorlage gesprochen werden. Hinzu kommt im vorliegenden Falle, dass Kuhlau nur ein Trio für zwei Flöten und Klavier (op. 119) geschrieben hat, dem er den Titel „Premier Grand Trio Concertant“ gab, woraus zu schließen ist, dass er mindestens ein weiteres Trio dieser Besetzung geplant hatte. Tragischerweise nahm ihm der Tod kurz nach dem Erscheinen dieser seiner letzten Flötenkomposition die Feder aus der Hand. Da aber jene seltene Besetzungsart gegenwärtig in der Flötistenwelt besondere Beachtung findet, die auch das spätklassisch / frühromantische Repertoire in erwünschter Weise erweitert, ist die Aufnahme dieser Umgestaltung in die „Uelzener Kuhlau-Edition“ doppelt gerechtfertigt.

Indem die Tonart D-Dur unverändert und die Gestalt der Flötenstimme (abgesehen von sinnvollen Alternierungen mit der II. Flöte) weitgehend beibehalten werden konnte, ist der Ausführung in der ursprünglichen Quintettfassung mit Streichern keinerlei Hindernis entgegengesetzt, was heißt, dass der einmal zu leistende Übeaufwand für die I. Stimme für beide Versionen fast der gleiche und in jedem Falle außerordentlich lohnend ist.

 

Preface

The trio brillant for two flutes and piano op. 51/1 (bis)* represents a careful transformation of the quintet op. 51/1 which, in the original setting for flute, violin, two violas and violoncello – together with the quintets op. 51/2 and 51/3 – was published in the year 1823 at Nikolaus Simrock in Bonn / Cologne.

It came quite early to some adaptions of these three quintets, which in the setting for two violas remind one of the late string quintets by Mozart. In 1828 the Kuhlau´s ten years younger scholar and friend Anton Keyper (†1861) presented a version for piano and flute as well as a version for piano for four hands of which number 1 was published at Lose in Copenhagen and the numbers 2 and 3 also at Simrock. Later a version for two flutes was published at Richault / Paris.

One can assume that arrangements – let them be more or less carefully done – suggest a particular quality and / or a particular popularity of an original version, one must also speak of an outstanding original work of the german-danish composer. In addition to the considered case Kuhlau wrote only one trio for two flutes and piano (op. 119) which he gave the title “Premier Grand Trio Concertant”, which implies that he planned at least one other trio for this setting. But in a tragic way death drew the pen from his hand shortly after his last composition for flute was published. Because this seldom kind of setting presently enjoys great consideration in the flute world which also extends in requested way the late classical / early romantic repertoire, the reception of this transformation in the “Uelzener Kuhlau-Edition” is twofoldly justified.

Since the key in D major was not changed and the figure of the first flute could be widely kept (except for some sensible alterations with the second flute), the performance of the original quintet version with strings is not hindered, which means, that the effort of rehearsing the part of the first flute concerning both versions is nearly the same and in any case very rewarding.

Detmold, Dezember 2009
Dr. Richard Müller-Dombois
Translation: Dr. Paul Floerke

* it. bis = dt. nochmal, engl. again