Orchesterprobespiel-Standardstellen Band II komplett

Syrinx Nr. 57 / Orchesterprobespiel-Standardstellen Band II (Partitur, Solo, 2., 3., 4. Stimme)
Syrinx Nr. 57 / Orchesterprobespiel-Standardstellen Band II (Partitur, Solo, 2., 3., 4. Stimme)

Syrinx Nr. 57

Orchesterprobespiel-Standardstellen
Band II

Audition Excerpts for Flute and Piccolo
Volume II

Für Flöte und Pikkolo

Partitur, Solostimme, 2. Stimme, 3. Stimme, 4. Stimme

Zusammengestellt und für vierstimmiges Flötenensemble gesetzt von Richard Müller-Dombois

4 Flöten

30.– €

E-Mail an Syrinx-Verlag


Inhaltsverzeichnis:

Standardstellen für Flöte
Beethoven: Leonore III (In Ergänzung zu den Stellen des 1. Bandes)
Dvorák: 9.Sinfonie
Thomas: Mignon
Rimsky-Korsakoff: Scheherazade
Saint-Saens: Le carnaval des animaux
Bartók: Konzert für Orchester
Strawinsky: Petruschka
Rossini: Der Barbier von Sevilla
Verdi: Aida

Standardstellen für Pikkolo
Berlioz: Symphonie Fantastique
Rimsky-Korsakoff: Scheherazade
Mahler: 2. Sinfonie
Kodály: Tänze aus Galanta
Schostakowitsch: 6. Sinfonie
Schostakowitsch: 9. Sinfonie
Ravel: Klavierkonzert
Ravel: Ma mère l`oye
Rossini: Semiramis (In Ergänzung zu den Stellen des 1. Bandes)
Rossini: Der Barbier von Sevilla

 

Vorwort

Da die herkömmliche Praxis des Alleinstudiums der Probespielstellen das eigentlich Wichtigste ausklammern muß, nämlich die Einbettung der jeweiligen Passage in den Kontext der anderen Stimmen des Orchesters, soll diesem oft bemerkten Mangel durch die vorliegende Bearbeitung abgeholfen werden. Charakterisierende und damit Überzeugende Darstellung einer Probespielstelle ist nur dort möglich, wo neben der tonlich-technischen Bewältigung auch der musikalische Sinn der jeweiligen Stelle deutlich wird. Dieser kann aber erst vom Ausführenden “begriffen” werden, wenn er auch die anderen Stimmen, die für den Gesamtzusammenhang relevant sind, “gegriffen” hat. Somit ist es die Absicht der vorliegenden Bearbeitung, den Lernenden gewissermaßen in das Innere der Studienstelle zu führen. Jeder Orchester-Aspirant sollte demnach während der Arbeit “im Satz” jede Stimme kennenlernen, denn weder Partitur-, noch Schallplattenstudium, noch die wohl kaum jemals. durchführbare Zusammenarbeit mit einem partiturlesenden Korrepetitor können die eigene spielerisch-tätige Erfahrung ersetzen. Als wesentliches Ergebnis wird man neben der hörbaren musikalisch-charakteristischen Erfassung der jeweiligen Passage eine deutlich verstärkte Sicherheit in puncto Rhythmus und lntonation beobachten können. Die benutzten Partiturausschnitte sind so “abgesetzt”, daß das jeweils Wichtigste des entsprechenden Kontextes erfahrbar wird: eine vierstimmige Bearbeitung ist sowohl tonsetzerisch schlüssig als auch in der Ensemblepraxis verhältnismäßig leicht realisierbar. Einige Stellen (Zauberflöte 3, Carmen 2 und Verkaufte Braut 1–6) können auch à 5 dargestellt werden. Man wird sehen, daß die Probespielstellen, von denen jede einzelne ja ihre eigene “Philosophie” hat, während der Ensemblearbeit – zu deren Voraussetzung natürlich das vorhergegangene Intensivstudium der Solostimme gehört – ihre manchmal “gefährlichen” Konturen verlieren, indem sie durch die Übung “reihum” zu einer gewohnten Selbstverständlichkeit werden. Die Idee entstammt langjähriger Orchester- und Hochschulerfahrung und hat das Stadium des Experiments bereits hinter sich. Es bleibt zu wünschen, daß sich die erprobte Arbeitsweise allgemein durchsetzt, um gerade auch den Orchester-Bewerber “ohne Routine” instand zu setzen, bereits bei seinem ersten Probespiel zu reüssieren. Als eine Art Nebenprodukt, jedoch nicht ohne Wichtigkeit, ist die Tatsache zu werten, daß erstmals in der Flötenliteratur alle einschlägigen Probespielstellen in einer Ausgabe vereinigt sind.  
Detmold, im September 1986
Richard Müller-Dombois

Die Neufassung der Solostimme im Computer-Notensatz bringt am Schluß einige Ergänzungen für Flöte und Piccolo, deren Hinzunahme sich als wünschenswert im Sinne des Standardprogramms erwiesen hat. Auf die vierstimmige Aussetzung dieser Stellen muß jedoch einstweilen noch verzichtet werden.
Detmold, im November 1988
Richard Müller-Dombois