Orchesterprobespiel-Standardstellen Band I komplett

Syrinx Nr. 2 / Orchesterprobespiel-Standardstellen Band I (Partitur)

Syrinx Nr. 2

Orchesterprobespiel-Standardstellen
Band I


Audition Excerpts for Flute and Piccolo
Volume I

Für Flöte und Pikkolo

Partitur, Solostimme, 2. Stimme, 3. Stimme, 4. Stimme

Zusammengestellt und für vierstimmiges Flötenensemble gesetzt von Richard Müller-Dombois

4 Flöten

53.– €

E-Mail an Syrinx-Verlag

Standardstellen für Flöte:
Brahms: 4. Sinfonie
Beethoven: Leonore III
Brahms: 1. Sinfonie
Mendelssohn: Sommernachtstraum
Mozart: Die Zauberflöte
Strauss: Salome
Strauss: Der Rosenkavalier
Bizet: Carmen
Schumann: 1. Sinfonie
Prokofieff: Peter und der Wolf
Strauss: Till Eulenspiegel
Ravel: Daphnis et Chloé
Bach: Matthäuspassion
Gluck: Orpheus und Euridike
Debussy: Prèlude à I´aprés-midi dun faune
Hindemith: Sinfonie Mathis der Maler
Ravel: Bolero
Hindemith: Sinfonische Metamorphosen
Prokofieff: Klassische Sinfonie
Smetana: Die verkaufte Braut
Strauss: Tod und Verklärung
Strauss: Symphonia Domestica
Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
Wagner: Götterdämmerung
Strawinsky: Der Feuervogel
Rossini: Tell-Ouverture
Dvorák: 8. Sinfonie
Strawinsky: Jeu de cartes

Standardstellen für Pikkolo:
Tschaikowsky: 4. Sinfonie
Delibes: Coppèlia
Beethoven: 9. Sinfonie
Mozart: Die Zauberflöte
Bizet: Carmen
Rossini: Semiramis
Smetana: Die verkaufte Braut
Verdi: Otello
Hindemith: Nobilissima Visione
Wagner: Die Walküre
Joh. Strauß: Die Fledermaus
Strawinsky: Der Feuervogel
Rossini: Die diebische Elster
Bartók: Konzert für Orchester

Vorwort

Da die herkömmliche Praxis des Alleinstudiums der Probespielstellen das eigentlich Wichtigste ausklammern muss, nämlich die Einbettung der jeweiligen Passage in den Kontext der anderen Stimmen des Orchesters, soll diesem oft bemerkten Mangel durch die vorliegende Bearbeitung abgeholfen werden. Charakterisierende und damit überzeugende Darstellung einer Probespielstelle ist  nur dort möglich, wo neben der tonlich-technischen Bewältigung auch der musikalische Sinn der jeweiligen Stelle deutlich wird. Dieser kann aber erst vom Ausführenden “begriffen” werden, wenn er auch die anderen Stimmen, die für den Gesamtzusammenhang relevant sind, “gegriffen” hat. Somit ist es die Absicht der vorliegenden Bearbeitung, den Lernenden gewissermaßen in das Innere der Studienstelle zu führen. Jeder Orchester-Aspirant sollte demnach während der Arbeit “im Satz” jede Stimme kennenlernen, denn weder Partitur-, noch Schallplattenstudium, noch die wohl kaum jemals. durchführbare Zusammenarbeit mit einem Partitur-lesenden Korrepetitor können die eigene spielerisch-tätige Erfahrung ersetzen. Als  wesentliches Ergebnis wird man neben der hörbaren musikalisch-charakteristischen Erfassung der jeweiligen Passage eine deutlich verstärkte Sicherheit in puncto Rhythmus und Intonation beobachten können. Die benutzten Partiturausschnitte sind so “abgesetzt”, da das jeweils Wichtigste des entsprechenden Kontextes erfahrbar wird: eine vierstimmige Bearbeitung ist sowohl tonsetzerisch schlüssig als auch in der Ensemblepraxis verhältnismäßig leicht realisierbar. Einige Stellen (Zauberflöte 3, Carmen 2 und Verkaufte  Braut 1 – 6) können auch  5 dargestellt werden. Man wird sehen, da die Probespielstellen, von denen jede einzelne ja ihre eigene “Philosophie” hat, während der Ensemblearbeit – zu deren Voraussetzung  natürlich das vorhergegangene Intensivstudium der Solostimme gehört – ihre manchmal “gefährlichen” Konturen verlieren, indem sie durch die Übung “reihum” zu einer gewohnten Selbstverständlichkeit werden. Die Idee entstammt langjähriger Orchester- und Hochschul-erfahrung und hat das Stadium des Experiments bereits hinter sich. Es bleibt zu wünschen, da sich die erprobte Arbeitsweise allgemein durchsetzt, um gerade auch den Orchester-Bewerber “ohne Routine” instand zu setzen, bereits bei seinem ersten Probespiel zu reüssieren. Als eine Art Nebenprodukt, jedoch nicht ohne Wichtigkeit, ist die Tatsache zu  werten, da erstmals in der Flötenliteratur alle einschlägigen Probespielstellen in einer Ausgabe vereinigt sind.              

Detmold, im September 1986
Richard Müller-Dombois

Die Neufassung der Solostimme im Computer-Notensatz bringt am Schluss einige Ergänzungen für Flöte und Piccolo, deren Hinzunahme sich als wünschenswert im Sinne des Standardprogramms erwiesen hat. Auf die vierstimmige Aussetzung dieser Stellen muss jedoch einstweilen noch verzichtet werden.

Detmold, im November 1988
Richard Müller-Dombois