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DIVERTISSEMENT Es-Dur<br>OPUS 68 NR. 4
UELZENER KUHLAU-EDITION
BAND 48
Friedrich Kuhlau
DIVERTISSEMENT Es-Dur
OPUS 68 NR. 4
für Flöte solo
Klavierbegleitung ad libitum
Herausgeber:
Prof. Dr. Richard Müller-Dombois
in Verbindung mit der
Stadt Uelzen
Menge:


17,00 €
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Vorwort

Die ca. 1825 geschriebenen sechs Divertissements op.68 für Flöte solo erschienen im gleichen Jahr im Hause des Kopenhagener Verlegers Christopher Daniel Milde (1788 – 1864). Gleichzeitig wurden sie in einem Journal veröffentlicht, welches der gleiche Verleger in monatlicher Folge herausgab. Ebenfalls erschien zeitgleich bei Milde eine verhältnismäßig einfach gehaltene Klavierstimme, die vom Komponisten als ad libitum zu spielende Begleitstimme gedacht war. Eine Parallel-Ausgabe trägt den Namen des Amsterdamer Verlagshauses Theune & Comp.

Weitere Drucke erschienen in der Folgezeit bei Farrenc (Paris), Cranz (Hamburg), Litolff (Braunschweig), Cundy-Bettoney (Boston), IMC (New York) und Peters (Frankfurt). Letzterer – erschienen 1985 – ist eine Übernahme des seinerzeit von Paul Taffanel herausgegebenen Litolff-Drucks. Während nun aber die mit Klavierbegleitung gedruckte Litolff-Ausgabe verschweigt, dass es sich hierbei lediglich um eine ad libitum-Begleitung handelt, verschweigt die als Flöte-Solo-Fassung gedruckte Peters-Ausgabe, dass tatsächlich eine Begleitung existiert. Auf eine Erklärung wurde in beiden Fällen verzichtet...

Angesichts der Fülle der ausdrücklich klaviergestützten und hörbar duogemäß gesetzten Flötenwerke Kuhlaus (insgesamt 17) wird heute wohl kaum ein Flötist den Wunsch verspüren, auch die mit einer ad libitum-Begleitung versehenen Solo-Opera 57, 68 und 95 mit Klavier zu musizieren, zumal der gestalterische Spielraum bei der Solointerpretation nur gewinnen kann. In einer historisch-kritischen Gesamtausgabe darf diese Stimme jedoch nicht fehlen. Wegen ihrer Nachrangigkeit wird sie allerdings als unrevidierte Original-Kopie (Reprint) beigefügt, was wiederum den Vorteil mit sich bringt, einen unmittelbaren Einblick in einen dänischen Erstdruck des Jahres 1825 zu erhalten, auch wenn man ihn in der Praxis wohl kaum wird benutzen wollen. Die Möglichkeit dazu ist jedoch hiermit vorhanden.


Preface

The six Divertissements op.68 for flute solo, written about 1825, were printed in the same year in the house of the publisher Christopher Daniel Milde (1788 – 1864) at Copenhagen. At the same time they were printed in a journal, which the same publisher edited in a monthly sequence. Likewise at the same time a relatively simple set piano part was published, which was meant as an accompaniment part to be played ad libitum. A parallel version bears the name of the publishing house Theune & Comp. in Amsterdam.

Further print copies came out in the following period at Farrenc (Paris), Cranz (Hamburg), Litolff (Braunschweig), Cundy-Bettoney (Boston), IMC (New York) and Peters (Frankfurt). The last one – published in 1985 – is an adaption of the Litolff print, at that time edited by Paul Taffanel. While now the Litolff print with piano accompaniment conceals that it deals only about an ad libitum accompaniment of the Peters copy , printed as a flute solo version, conceals that an accompaniment really exists. In both versions it was renounced for an explanation...

In view of the abundance of explicitly piano-supported and audible set for flute-piano-duo works by Kuhlau (in total 17) a flutist today will hardly have the desire to play also the solo opera 57, 68 and 95, provided with an ad libitum accompaniment with piano, while the possibilities for creative play in a solo interpretation only can win. However, in a historic-critical complete edition this part is not supposed to be missing. Due to the less importance however, it is added as an un-revised original copy (reprint), which again has the advantage to get a direct insight into a Danish first print from the year 1825, even if one do not want to use it in practice. But the opportunity to do so is therefore given.


Detmold, März 2014

Dr. Richard Müller-Dombois
Translation: Constanze Müller-Dombois