Startseite
Suche:
Detmolder Syrinx-Impulse Porträt Kontakt Impressum Links

Neu: Antiquariat

Neuerscheinungen

Klavier

Sonderangebote

1 Flöte

2 Flöten

3 Flöten

4 Flöten

(4) Pikkolo/3 Flöten

(4) 3 Flöten/Altflöte

5/6 Flöten

8 Flöten

Flöte/Klavier

Flöte/Orgel

Flöte/Viola/Harfe

Flöte/Vlc./Klavier

Flöte/div. Instrumente

2 Flöten/B.c.

2 Flöten/Klavier

2 Flöten/Orgel

Flötisten-Porträts

2 (3) Oboen

3 Oboen/Engl. Horn

Weitere Editionen

Bücher u. Broschüren

Gesamtübersicht


Warenkorb
Ihr Was ist im Warenkorb?enthält:
0 Artikel für 0,00 €
Warenkorb ansehen
view your basket
TRIO BRILLANT D-DUR
UELZENER KUHLAU-EDITION
BAND 25
Friedrich Kuhlau
TRIO BRILLANT D-DUR
für zwei Flöten und Klavier
OPUS 51 NR. 1 (bis)
Klavierpartitur und 2 Stimmen
Herausgeber:
Prof. Dr. Richard Müller-Dombois
in Verbindung mit der
Stadt Uelzen
Menge:


33,00 €
zurück


Zur Edition

Die wissenschaftlich-praktische Gesamtausgabe der Flötenwerke Friedrich Kuhlaus (1786 Uelzen – 1832 Kopenhagen) soll die in verschiedenen Verlagen erschienenen Kompositionen dieses für die Flötistenwelt nicht zuletzt aufgrund seiner außergewöhnlichen Besetzungsvielfalt so besonders wichtigen Komponisten erstmals unter einem Dach zusammenfassen. Leitgedanke ist dabei eine Werkausgabe, die historisch-kritischen Gesichtspunkten im Sinne wissenschaftlicher Exaktheit wie auch musikalisch-praktischen Anforderungen im Sinne fehlerbereinigter Textausgaben optimal entspricht. Entscheidend für den ersten Gesichtspunkt sind die Vorworte und Kritischen Berichte, die jeweils jeder Ausgabe beigefügt werden. Für den zweiten Aspekt ist der Vergleich möglichst aller erreichbaren früheren Ausgaben maßgeblich, wobei die sogenannten Primärquellen in Gestalt der Frühdrucke besonderes Gewicht beanspruchen müssen, da Original-Manuskripte des Komponisten in so gut wie kaum einem Falle erhalten sind, was neben der zeitüblichen Unbekümmertheit der Verleger im Umgang mit den Vorlagen ihrer Autoren auch mit der verheerenden Brandkatastrophe von 1831 zusammenhängt, die den Komponisten existenziell so hart traf, dass er im Jahr darauf verstarb.

Für die Gesamtausgabe gilt grundsätzlich die Arbeits-Maxime des Herausgebers, dass die bisherigen Fehler und Ungenauigkeiten nur noch in den Kritischen Berichten auftauchen, der Notentext jedoch einwand- und zweifelsfrei für die musikalische Praxis zur Verfügung stehen soll.

Ausdrücklicher Dank gebührt der Stadt Uelzen, die diese Gesamtausgabe ermöglicht und damit ihren Ruf als „Mekka“ und „Hauptstadt der internationalen Flötistenzunft“ neben dem seit vielen Jahren durchgeführten Internationalen Flöten-Wettbewerb Friedrich Kuhlau um einen weiteren gewichtigen Eckpfeiler ihres inzwischen weltweiten Renommees als Kuhlau-Stadt aufs Sinnvollste ergänzt. Dank gesagt sei aber auch der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg sowie dem Lüneburgischen Landschaftsverband, die mit einem ansehnlichen Betrag das Erscheinen des vorliegenden Bandes unterstützt haben.

The Series

Friedrich Kuhlau´s compositions for flute, which have been published by various companies at different times, will be united in a musicological and practical complete edition for the first time. The work of Kuhlau is particularly important for flutists because of the exceptional variety in instrumentation used by the composer. The central theme of this endeavor is to present a series which optimally presents the historical and critical aspects of the piece from a sound musicological perspective as well as providing a musical text for practical use in which all mistakes have been corrected. The prefaces and critical reports which accompany each volume are decisive for the first aspect. For the second aspect, the comparison of as many of the available early editions as possible was decisive. For this we focussed on the so-called primary sources, the early printings. Basically none of the composer´s original manuscripts is available, which has to do with both the nonchalance of publishers in those days as regards the handling of manuscript copy submitted by the authors and with the devastating fire of 1831, which represented such an existential blow to Kuhlau that he died the following year.
For this complete edition, the following work maxim of the editor holds: previous errors and any other imprecision should only be found in the critical reports; the scores which will be presented for musical practice should be flawless and their correctness absolutely certain.

Our express thanks go to the city of Uelzen, Germany, which made the publication of this complete edition possible. Thus, in addition to being considered the “mecca” and “capital of the international guild of flutists” as well as host of the Internationaler Flöten-Wettbewerb Friedrich Kuhlau, another cornerstone has most meaningfully been laid in Uelzen´s international reputation as “Kuhlau´s city”.

Prof. Dr.Richard Müller-Dombois

Translation: Cherryl Sundell


Vorwort

Das Trio brillant für zwei Flöten und Klavier op.51/1 (bis)* stellt eine sorgsame Umgestaltung des Kuhlau`schen Quintetts op.51/1 dar, welches in der Besetzung für Flöte, Violine, zwei Bratschen und Violoncello – gemeinsam mit den Quintetten op.51/2 und 3 – im Jahre 1823 bei Nikolaus Simrock in Bonn/Köln erschienen ist.

Schon früh kam es zu Bearbeitungen dieser drei Quintette, die in ihrer Besetzung mit zwei Bratschen an die späten Streichquintette Mozarts denken lassen. So legte der zehn Jahre jüngere Kuhlau-Schüler und -Freund Anton Keyper (+ 1861) bereits im Jahre 1828 sowohl eine Fassung für Flöte und Klavier als auch eine Fassung für Klavier zu vier Händen vor, von denen die Nr.1 bei Lose in Kopenhagen, die Nummern 2 und 3 ebenfalls bei Simrock gedruckt wurden. Später erschien im Pariser Verlag Richault eine Version für zwei Flöten.

Da davon auszugehen ist, dass Bearbeitungen – seien sie nun mehr oder weniger gelungen – auf jeweils eine besondere Qualität und/oder eine besondere Beliebtheit eines Originalwerks schließen lassen, so muss auch hier von einem herausragenden Wert der Vorlage gesprochen werden. Hinzu kommt im vorliegenden Falle, dass Kuhlau nur ein Trio für zwei Flöten und Klavier (op.119) geschrieben hat, dem er den Titel „Premier Grand Trio Concertant“ gab, woraus zu schließen ist, dass er mindestens ein weiteres Trio dieser Besetzung geplant hatte. Tragischerweise nahm ihm der Tod kurz nach dem Erscheinen dieser seiner letzten Flötenkomposition die Feder aus der Hand. Da aber jene seltene Besetzungsart gegenwärtig in der Flötistenwelt besondere Beachtung findet, die auch das spätklassisch/frühromantische Repertoire in erwünschter Weise erweitert, ist die Aufnahme dieser Umgestaltung in die „Uelzener Kuhlau-Edition“ doppelt gerechtfertigt.

Indem die Tonart D-Dur unverändert und die Gestalt der Flötenstimme (abgesehen von sinnvollen Alternierungen mit der II. Flöte ) weitgehend beibehalten werden konnte, ist der Ausführung in der ursprünglichen Quintettfassung mit Streichern keinerlei Hindernis entgegengesetzt, was heißt, dass der einmal zu leistende Übeaufwand für die I. Stimme für beide Versionen fast der gleiche und in jedem Falle außerordentlich lohnend ist.


Preface

The trio brillant for two flutes and piano op.51/1 (bis)* represents a careful transformation of the quintet op51/1 which, in the original setting for flute, violin, two violas and violoncello – together with the quintets op.51/2 and 51/3 – was published in the year 1823 at Nikolaus Simrock in Bonn/Cologne.

It came quite early to some adaptions of these three quintets, which in the setting for two violas remind one of the late string quintets by Mozart. In 1828 the Kuhlau´s ten years younger scholar and friend Anton Keyper (+1861) presented a version for piano and flute as well as a version for piano for four hands of which number 1 was published at Lose in Copenhagen and the numbers 2 and 3 also at Simrock. Later a version for two flutes was published at Richault/ Paris.

One can assume that arrangements – let them be more or less carefully done – suggest a particular quality and/or a particular popularity of an original version, one must also speak of an outstanding original work of the german-danish composer. In addition to the considered case Kuhlau wrote only one trio for two flutes and piano (op.119) which he gave the title “Premier Grand Trio Concertant”, which implies that he planned at least one other trio for this setting. But in a tragic way death drew the pen from his hand shortly after his last composition for flute was published. Because this seldom kind of setting presently enjoys great consideration in the flute world which also extends in requested way the late classical/early romantic repertoire, the reception of this transformation in the “Uelzener Kuhlau-Edition” is twofoldly justified.

Since the key in D major was not changed and the figure of the first flute could be widely kept (except for some sensible alterations with the second flute), the performance of the original quintet version with strings is not hindered, which means, that the effort of rehearsing the part of the first flute concerning both versions is nearly the same and in any case very rewarding.


Detmold, Dezember 2009
Dr. Richard Müller-Dombois

Translation: Dr. Paul Floerke


* it. bis = dt. nochmal, engl. again