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Sonate op. 64
Charles-Wilfrid de Bériot
Sonate op. 64
für Klavier und Flöte
Partitur und Solostimme
Neu herausgegeben von Richard Müller-Dombois
Menge:


27,00 €
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Vorwort

Die Flötensonate Es-Dur op. 64 von Charles-Wilfrid de Bériot gleicht der Wiederentdeckung einer verlorengegangenen Perle von höchstem Wert. Zu danken hat sie der Verlag dem Frankfurter Flötenprofessor Henner Eppel, der in der Königlichen Bibliothek den Haag/Niederlande ein Exemplar des Erstdrucks entdeckt hatte, der auf das Jahr 1886 datiert werden kann, das Jahr, in welchem zwei weitere bedeutende Duo-Sonaten erschienen, nämlich die Violinsonate A-Dur von César Franck und die Violinsonate A-Dur op. 100 von Johannes Brahms, die sogenannte „Meistersingersonate“. Die Flötistenwelt erhält damit eine Komposition zurück, die ihr nicht allzu reichhaltiges Sonaten-Repertoire der zweiten Jahrhunderthälfte aufs Glücklichste bereichert.

Charles-Wilfrid (21. Februar 1833 - 22. Oktober 1914) war der zweite Sohn des belgischen Geigers Charles-Auguste de Bériot (1802 -70) und der spanischen Sängerin Maria Felicia Malibran-Garcia (1808 - 36), beide Virtuosen ihres Fachs von internationaler Berühmtheit. Im Alter von drei Jahren verlor er seine junge Mutter, die bei einem tragischen Reitunfall ums Leben kam.

Einer seiner ersten Klavierlehrer wurde der zeitweilige Liszt-Rivale Sigismund Thalberg, der 1836zum ersten Male mit sensationellem Erfolg in Paris aufgetreten war. Über einen Kompositionslehrer ist nichts bekannt. Es ist anzunehmen, dass er die Ècole Niedermeyer, die berühmte Pariser Kirchenmusikschule besucht hat, an der ab 1866 selber als Klavierlehrer wirkte. Inzwischen zu einem hervorragenden Pianisten herangereift, wurde er 1887 ans Conservatoire National berufen, wo später auch Maurice Ravel zu seinen Schülern zählte.

Zu den Kompositionen gehören - außer der Flötensonate - die Klavier-Ballade op. 12, die Sonate für 2 Klaviere op. 61, vier Klavierkonzerte, die Sinfonische Dichtung Fernand Cortez sowie verschiedene Chor- und Kammermusikwerke. Ravel widmete seinem „cher Maitre“ die Rhapsodie espagnol, die 1908 im Durand-Verlag erschien.

Von der ursprünglichen Hamelle-Ausgabe der vorliegenden Flöten-Sonate sind sämtliche eventuell noch im Verlag verbliebenen Exemplare schon vor der Übernahme des gesamten Verlagsbestandes durch den Leduc-Verlag in den neunziger Jahren des 20. Jh.s verlorengegangen. Es stellte sich also die Frage einer Neuausgabe. Da der Leduc-Verlag sich letztlich nicht entschließen konnte, das Werk erneut herauszubringen, übernahm der Syrinx-Verlag im gegenseitigen Einvernehmen diese unabweisbare Aufgabe in der sicheren Annahme, dass auch die Kollegen- und Kolleginnenzunft den Wert dieser vorzüglichen Komposition des Brahms-Altersgenossen erkennt.

Angesichts der überwiegend kontrapunktischen Faktur, vor allem des ersten Satzes der Sonate, wurde es nötig, auch die fast gänzlich unbezeichnete Klavierstimme zu bezeichnen. da erst dann die motivisch-thematische Korrespondenz der Stimmen durch die Ausführenden und deren Hörer deutlich wahrgenommen werden kann. Als Muster diente die Flötenstimme, die möglicherweise von dem Widmungsträger Paul Taffanel in eine Fassung mit charakteristischen Artikulationen gebracht worden ist. Somit enthält die vorliegende Neuausgabe sowohl Vorwort als auch Revisionsbericht, in welch letzterem sowohl die im Notentext vorgenommenen Ergänzungen des
Herausgebers wie auch die korrigierten Fehler und Unstimmigkeiten des Erstdrucks benannt worden sind.


Preface

The Flute Sonata in E flat major opus 64 by Charles-Wilfrid de Bériot equals the rediscovery of a lost pearl of highest value. For this the Syrinx-Verlag has to thank the Frankfurt Flute Professor Henner Eppel, who discovered a copy of the first edition in the Royal Library Den Haag in the Netherlands. This finding could be dated to 1886, the year in which two other major Duo Sonatas, namely the Violin Sonata in A major by César Franck and the Violin Sonata in A major, opus 100 by Johannes Brahms, also called the "Meistersinger Sonata" were published. The flutist world hereby happily gets back a composition that enriches their not-too-rich sonata repertoire of the second half of the century.

Charles-Wilfrid (21 February 1833 - 22 October 1914) was the second son of the Belgian violinist Charles-Auguste de Bériot (1802 - 1870) and the Spanish singer Maria Felicia Malibran-Garcia (1808 - 1836). Both were virtuosos in their field and enjoyed international fame. At the age of three he lost his young mother, who died in a tragic riding accident.

One of his first piano teachers was the temporary Liszt rival Sigismund Thalberg, who performed in Paris for the first time with sensational success in 1836. It is unknown whether Bériot had any composition teacher. It can be assumed that he has visited the famous Parisian Ècole Niedermeyer school for church music, at which he worked as a piano teacher since 1866. Matured to an excellent pianist, he was appointed at the National Conservatory in 1887, where later, Maurice Ravel was amongst his pupils.

To his compositions belong - besides the flute sonata - a piano ballad opus 12, a sonata for 2 Pianos opus 61, four piano concertos, the symphonic poem Fernand Cortez, various works for chorus and some chamber music. Ravel dedicated his "cher Maitre", the Rhapsodie espagnol, to Bériot published by Durand in 1908.

All remaining copies of the original version of this Hamelle Flute Sonata, which possibly still existed in the publisher's inventory before Leduc took over in approximately 1990, were lost. The question of a new edition arose. Since Leduc eventually could not decide to republish the work, the Syrinx-Verlag took up this unavoidable task by mutual consent, in the safe assumption that colleagues and other fellows of the guild would recognize the value of this excellent composition of the Brahms contemporary.

Since the musical texture of especially the first movement of the sonata is largely contrapunctal, it was necessary to revise the piano part which was almost entirely unmarked, since only then the motivic and thematic correspondence of the voices can be clearly perceived by the performers and their listeners. In doing so the part of the solo flute guided, since it probably may have been brought into a standard frame of characteristic articulations by the dedicatee Paul Taffanel. Thus, the present revision offers a foreword as well as an audit report, in which all additiones in the score made by the editor as well as the corrected errors and inconsistencies of the first edition, are named.

Detmold, Oktober 2012 Dr. Richard Müller-Dombois
Translation: Dr. Helmut Holzapfel