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DIVERTISSEMENT H-DUR
UELZENER KUHLAU-EDITION
BAND 26
Friedrich Kuhlau
DIVERTISSEMENT H-DUR
für Flöte solo
OPUS 68 Nr.3
Klavierbegleitung ad libitum
Herausgeber:
Prof. Dr. Richard Müller-Dombois
in Verbindung mit der
Stadt Uelzen
Menge:


17,00 €
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Zur Edition

Die wissenschaftlich-praktische Gesamtausgabe der Flötenwerke Friedrich Kuhlaus (1786 Uelzen – 1832 Kopenhagen) soll die in verschiedenen Verlagen erschienenen Kompositionen dieses für die Flötistenwelt nicht zuletzt aufgrund seiner außergewöhnlichen Besetzungsvielfalt so besonders wichtigen Komponisten erstmals unter einem Dach zusammenfassen. Leitgedanke ist dabei eine Werkausgabe, die historisch-kritischen Gesichtspunkten im Sinne wissenschaftlicher Exaktheit wie auch musikalisch-praktischen Anforderungen im Sinne fehlerbereinigter Textausgaben optimal entspricht. Entscheidend für den ersten Gesichtspunkt sind die Vorworte und Kritischen Berichte, die jeweils jeder Ausgabe beigefügt werden. Für den zweiten Aspekt ist der Vergleich möglichst aller erreichbaren früheren Ausgaben maßgeblich, wobei die sogenannten Primärquellen in Gestalt der Frühdrucke besonderes Gewicht beanspruchen müssen, da Original-Manuskripte des Komponisten in so gut wie kaum einem Falle erhalten sind, was neben der zeitüblichen Unbekümmertheit der Verleger im Umgang mit den Vorlagen ihrer Autoren auch mit der verheerenden Brandkatastrophe von 1831 zusammenhängt, die den Komponisten existenziell so hart traf, dass er im Jahr darauf verstarb.

Für die Gesamtausgabe gilt grundsätzlich die Arbeits-Maxime des Herausgebers, dass die bisherigen Fehler und Ungenauigkeiten nur noch in den Kritischen Berichten auftauchen, der Notentext jedoch einwand- und zweifelsfrei für die musikalische Praxis zur Verfügung stehen soll.

Ausdrücklicher Dank gebührt der Stadt Uelzen, die diese Gesamtausgabe ermöglicht und damit ihren Ruf als „Mekka“ und „Hauptstadt der internationalen Flötistenzunft“ neben dem seit vielen Jahren durchgeführten Internationalen Flöten-Wettbewerb Friedrich Kuhlau um einen weiteren gewichtigen Eckpfeiler ihres inzwischen weltweiten Renommees als Kuhlau-Stadt aufs Sinnvollste ergänzt. Dank gesagt sei aber auch der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg sowie dem Lüneburgischen Landschaftsverband, die mit einem ansehnlichen Betrag das Erscheinen des vorliegenden Bandes unterstützt haben.

The Series

Friedrich Kuhlau´s compositions for flute, which have been published by various companies at different times, will be united in a musicological and practical complete edition for the first time. The work of Kuhlau is particularly important for flutists because of the exceptional variety in instrumentation used by the composer. The central theme of this endeavor is to present a series which optimally presents the historical and critical aspects of the piece from a sound musicological perspective as well as providing a musical text for practical use in which all mistakes have been corrected. The prefaces and critical reports which accompany each volume are decisive for the first aspect. For the second aspect, the comparison of as many of the available early editions as possible was decisive. For this we focussed on the so-called primary sources, the early printings. Basically none of the composer´s original manuscripts is available, which has to do with both the nonchalance of publishers in those days as regards the handling of manuscript copy submitted by the authors and with the devastating fire of 1831, which represented such an existential blow to Kuhlau that he died the following year.
For this complete edition, the following work maxim of the editor holds: previous errors and any other imprecision should only be found in the critical reports; the scores which will be presented for musical practice should be flawless and their correctness absolutely certain.

Our express thanks go to the city of Uelzen, Germany, which made the publication of this complete edition possible. Thus, in addition to being considered the “mecca” and “capital of the international guild of flutists” as well as host of the Internationaler Flöten-Wettbewerb Friedrich Kuhlau, another cornerstone has most meaningfully been laid in Uelzen´s international reputation as “Kuhlau´s city”.

Prof. Dr.Richard Müller-Dombois

Translation: Cherryl Sundell


Vorwort

Die ca. 1825 geschriebenen sechs Divertissements op.68 für Flöte solo erschienen im gleichen Jahr im Hause des Kopenhagener Verlegers Christopher Daniel Milde (1788 – 1864). Gleichzeitig wurden sie in einem Journal veröffentlicht, welches der gleiche Verleger in monatlicher Folge herausgab. Ebenfalls erschien zeitgleich bei Milde eine verhältnismäßig einfach gehaltene Klavierstimme, die vom Komponisten als ad libitum zu spielende Begleitstimme gedacht war. Eine Parallel-Ausgabe trägt den Namen des Amsterdamer Verlagshauses Theune & Comp.

Weitere Drucke erschienen in der Folgezeit bei Farrenc (Paris), Cranz (Hamburg), Litolff (Braunschweig), Cundy-Bettoney (Boston), IMC (New York) und Peters (Frankfurt). Letzterer – erschienen 1985 – ist eine Übernahme des seinerzeit von Paul Taffanel herausgegebenen Litolff-Drucks. Während nun aber die mit Klavierbegleitung gedruckte Litolff-Ausgabe verschweigt, dass es sich hierbei lediglich um eine ad libitum-Begleitung handelt, verschweigt die als Flöte-Solo-Fassung gedruckte Peters-Ausgabe, dass tatsächlich eine Begleitung existiert. Auf eine Erklärung wurde in beiden Fällen verzichtet ...

Der weitestgehend einwandfreie Kopenhagener Erstdruck macht einen Revisionsbericht fast überflüssig, so dass nur einige Kleinigkeiten zu kommentieren sind. Angesichts der Fülle der ausdrücklich klaviergestützten und hörbar duogemäß gesetzten Flötenwerke Kuhlaus ( insgesamt 17 ) wird heute wohl kaum ein Flötist den Wunsch verspüren, auch die mit einer ad libitum-Begleitung versehenen Solo-Opera 57, 68 und 95 mit Klavier zu musizieren, zumal der gestalterische Spielraum bei der Solointerpretation nur gewinnen kann. In einer historisch-kritischen Gesamtausgabe darf diese Stimme jedoch nicht fehlen. Wegen ihrer Nachrangigkeit wird sie allerdings als unrevidierte Original-Kopie (Reprint) beigefügt, was wiederum den Vorteil mit sich bringt, einen unmittelbaren Einblick in einen dänischen Erstdruck des Jahres 1825 zu erhalten, auch wenn man ihn in der Praxis wohl kaum wird benutzen wollen. Die Möglichkeit dazu ist jedoch hiermit vorhanden.


Preface

The six Divertissements op.68 for flute solo, written about 1825, were printed in the same year in the house of the publisher Christopher Daniel Milde (1788 – 1864) at Copenhagen . At the same time they were printed in a journal, which the same publisher edited in a monthly sequence. Likewise at the same time a relatively simple set piano part was published, which was meant as an accompaniment part to be played ad libitum. A parallel version bears the name of the publishing house Theune & Comp. in Amsterdam.

Further print copies came out in the following period at Farrenc (Paris), Cranz (Hamburg), Litolff (Braunschweig), Cundy-Bettoney (Boston), IMC (New York) and Peters (Frankfurt). The last one – published in 1985 – is an adaption of the Litolff print, at that time edited by Paul Taffanel. While now the Litolff print with piano accompaniment conceals that it deals only about an ad libitum accompaniment of the Peters copy , printed as a flute solo version, conceals that an accompaniment really exists. In both versions it was renounced for an explanation ...

The extensive perfect first edition from Copenhagen makes a revision report almost unnecessary, so that only a few points are to be commented. In view of the abundance of explicitly piano-supported and audible set for flute-piano-duo works by Kuhlau (in total 17) a flutist today will hardly have the desire to play also the solo opera 57, 68 and 95, provided with an ad libitum accompaniment with piano, while the possibilities for creative play in a solo interpretation only can win. However, in a historic-critical complete edition this part is not supposed to be missing. Due to the less importance however, it is added as an un-revised original copy (reprint), which again has the advantage to get a direct insight into a Danish first print from the year 1825, even if one do not want to use it in practice. But the opportunity to do so is therefore given.


Detmold, Dezember 2009
Dr. Richard MüllerDombois

Translation: Constanze Müller-Dombois