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TRIO CONCERTANT G-DUR
UELZENER KUHLAU-EDITION
BAND 5
Friedrich Kuhlau
TRIO CONCERTANT G-DUR
für zwei Flöten und Klavier
OPUS 119
Klavierpartitur und 2 Stimmen
Herausgeber:
Prof. Dr. Richard Müller-Dombois
in Verbindung mit der
Stadt Uelzen
Menge:


29,00 €
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Zur Edition

Die wissenschaftlich-praktische Gesamtausgabe der Flötenwerke Friedrich Kuhlaus (1786 Uelzen – 1832 Kopenhagen) soll die in verschiedenen Verlagen erschienenen Kompositionen dieses für die Flötistenwelt nicht zuletzt aufgrund seiner außergewöhnlichen Besetzungsvielfalt so besonders wichtigen Komponisten erstmals unter einem Dach zusammenfassen. Leitgedanke ist dabei eine Werkausgabe, die historisch-kritischen Gesichtspunkten im Sinne wissenschaftlicher Exaktheit wie auch musikalisch-praktischen Anforderungen im Sinne fehlerbereinigter Textausgaben optimal entspricht. Entscheidend für den ersten Gesichtspunkt sind die Vorworte und Kritischen Berichte, die jeweils jeder Ausgabe beigefügt werden. Für den zweiten Aspekt ist der Vergleich möglichst aller erreichbaren früheren Ausgaben maßgeblich, wobei die sogenannten Primärquellen in Gestalt der Frühdrucke besonderes Gewicht beanspruchen müssen, da Original-Manuskripte des Komponisten in so gut wie kaum einem Falle erhalten sind, was neben der zeitüblichen Unbekümmertheit der Verleger im Umgang mit den Vorlagen ihrer Autoren auch mit der verheerenden Brandkatastrophe von 1831 zusammenhängt, die den Komponisten existenziell so hart traf, dass er im Jahr darauf verstarb.

Für die Gesamtausgabe gilt grundsätzlich die Arbeits-Maxime des Herausgebers, dass die bisherigen Fehler und Ungenauigkeiten nur noch in den Kritischen Berichten auftauchen, der Notentext jedoch einwand- und zweifelsfrei für die musikalische Praxis zur Verfügung stehen soll.

Ausdrücklicher Dank gebührt der Stadt Uelzen, die diese Gesamtausgabe ermöglicht und damit ihren Ruf als „Mekka“ und „Hauptstadt der internationalen Flötistenzunft“ neben dem seit vielen Jahren durchgeführten Internationalen Flöten-Wettbewerb Friedrich Kuhlau um einen weiteren gewichtigen Eckpfeiler ihres inzwischen weltweiten Renommees als Kuhlau-Stadt aufs Sinnvollste ergänzt. Dank gesagt sei aber auch der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg sowie dem Lüneburgischen Landschaftsverband, die mit einem ansehnlichen Betrag das Erscheinen des vorliegenden Bandes unterstützt haben.

The Series

Friedrich Kuhlau´s compositions for flute, which have been published by various companies at different times, will be united in a musicological and practical complete edition for the first time. The work of Kuhlau is particularly important for flutists because of the exceptional variety in instrumentation used by the composer. The central theme of this endeavor is to present a series which optimally presents the historical and critical aspects of the piece from a sound musicological perspective as well as providing a musical text for practical use in which all mistakes have been corrected. The prefaces and critical reports which accompany each volume are decisive for the first aspect. For the second aspect, the comparison of as many of the available early editions as possible was decisive. For this we focussed on the so-called primary sources, the early printings. Basically none of the composer´s original manuscripts is available, which has to do with both the nonchalance of publishers in those days as regards the handling of manuscript copy submitted by the authors and with the devastating fire of 1831, which represented such an existential blow to Kuhlau that he died the following year.
For this complete edition, the following work maxim of the editor holds: previous errors and any other imprecision should only be found in the critical reports; the scores which will be presented for musical practice should be flawless and their correctness absolutely certain.

Our express thanks go to the city of Uelzen, Germany, which made the publication of this complete edition possible. Thus, in addition to being considered the “mecca” and “capital of the international guild of flutists” as well as host of the Internationaler Flöten-Wettbewerb Friedrich Kuhlau, another cornerstone has most meaningfully been laid in Uelzen´s international reputation as “Kuhlau´s city”.

Prof. Dr.Richard Müller-Dombois

Translation: Cherryl Sundell



Vorwort

Friedrich Kuhlaus letzte Flötenkomposition, das 1831 geschriebene, im Original-Titel sogenannte „Premier Grand Trio Concertant“ G-Dur op.119 für zwei Flöten und Klavier, erschien 1832 erstmals in dem Bonner Verlag des Hornisten und Beethovenfreundes Nikolaus Simrock. Parallelausgaben veranstalteten sowohl der Londoner Musikalienhändler und Verleger (deutscher Herkunft) Christian Rudolph Wessel als auch der Pariser Flötist, Musikhistoriker und Verleger Aristide Farrenc. Spätere Bearbeitungen a) für Flöte, Violine und Klavier, b) für Flöte, Violoncello und Klavier, c) für zwei Flöten allein im Pariser Verlag Richault als auch im Londoner Verlag Rudall Carte & Co., zeugen von der Wertschätzung und Beliebtheit gerade auch dieses Spätwerks des am 12.März 1832 gestorbenen Komponisten, der das Erscheinen der ersten Druckausgaben eines seiner besten Werke wohl nicht mehr erleben durfte.

Später sind mehrere Neudrucke der Originalfassung erfolgt, beispielsweise bei Raabe & Plothow/Berlin, Simrock/Bonn, Costallat:Billaudot/Paris, International Music Company/New York (zusätzlich mit alternativer Cellostimme) und Zimmermann/Frankurt a.Main.

Der Erstdruck besteht – wie zeitüblich – aus separaten Einzelstimmen, was dem Zusammenspiel der drei Partner, von denen der Pianist der vergleichsweise wichtigste ist, natürlich zu keiner Zeit förderlich war. Deshalb wurden in mehreren Folgedrucken die beiden Flötenstimmen der Klavierstimme hinzugefügt, womit wenigstens dem Pianisten eine Klavierpartitur zur Verfügung gestellt wurde. In der vorliegenden Edition sind nun erstmals auch die beiden Flötenstimmen zu einer Duopartitur vereinigt worden, so dass einem optimalen Zusammenwirken der Partner keine Sichtschranken mehr gesetzt sind. Ebenfalls konnten auf diese Weise manche Fehler und Unstimmigkeiten auch in den Flötenstimmen festgestellt und ausgemerzt werden, worüber der Revisionsbericht im Anhang detaillierte Auskunft gibt.


Preface

The last flute composition by Friedrich Kuhlau with the original title „Premier Grand Trio Concertant“ G major op.119 for two flutes and piano, written in 1831, was published at the publishing house of the horn player and Beethoven friend Nikolaus Simrock in Bonn. Parallel editions were published by the music tradesman and publisher (of German origin) Christian Rudolph Wessel in London as well as by the flutist, music historian and publisher Aristide Farrenc in Paris. Later arrangements a) for flute, violin and piano, b) for flute, violoncello and piano, c) for two flutes alone in the Parisian publishing house Richault as well as in the Londoner publishing house Rudall Carte & Co show the high esteem and popularity even of this late work of the composer, who died on the 12th of March 1832 and probably was not able to see the publication of the first print editions of one of his best works.

Later several reprints of the original version where carried out for instance at Raabe & Plothow/Berlin, Simrock/Bonn, Costallat:Billaudot/Paris, IMC/New York (additional with alternative violoncello part) and Zimmermann/Frankfurt a. Main.

The first print consists – as usual at that time – of separate solo parts, which was of course at no time beneficial to the interaction of the three partners, among them the pianist is comperatively the most important one. Therefore in several following-prints the both flute parts were added to the piano part, by which at least a piano score was put at the pianists disposal. In this new Syrinx edition now also the both flute parts are united to an duo score, so that an optimal interaction of the partners are set no eye barriers. Likewise various mistakes and differences also in the flute parts could be discovered and eradicated in this way, the revision report in the index gives detailled information about it.

Detmold, Oktober 2003
Dr. Richard Müller-Dombois

Translation: Constanze Müller-Dombois